Diabetesinfo-Forum
Diabetesfragen => ICT - Basis/Bolus => Thema gestartet von: Siggi©® am Mai 29, 2007, 09:47
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Hallo Ihr,
habe seit einiger Zeit das Problem, das morgends die Werte pp doch recht hoch sind ... 9,7 ... 10.5 usw usw
Komischerweise ist dies aber nur Morgends, Mittag und Abends ist alles wie gehabt.
Ich hatte Morgends einen BE-Fakator von 5 den ich dann täglich um 1 erhöhte und dies bis ich bei BE-Faktor 10 war :-\ aber die pp Werte blieben so hoch - inzwischen hab ich mich mal auf Faktor 7 geeinigt. Das einzigste was ich damit erreichte das ich MIttags meist im Hypobereich von 2,6 angekommen war und Traubenzucker futtern musste wie nen Blöder ???
Die Basalrate habe ich auch schon um 2 IE erhöht....
Zu meinem Hausarzt brauche ich damit nicht zu gehen, das ist eher der Typ "Rezepteunterschreiber" (ja auch wichtig :zwinker:) und mein DiaDoc hat Urlaub.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee was man noch versuchen könnte damit die PP WErte wieder im Normbereich liegen.....
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Kurzform:
SEA bzw. Spritz-Ess-Abstand
Langform:
Das Deine Werte vor dem Mittagessen eher zu tief ausfallen, besagt, daß die Dosierung eigentlich passt.
Der PP-Wert ist in der Regel durch den SEA zu beeinflussen.
Ich habe morgens mit meinem Humalog etwa 25-40 Minuten SEA, wenn der PP-Wert nicht unverschämt hoch werden soll.
Kuck auch mal hier: http://www.diabetesinfo.de/grundlagen/sea.php
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Neben dem SEA könntest du auch mit den Kohlenhydraten etwas herumspielen, also z.B. nur Kohlenhydrate essen, die relativ langsam ins Blut gehen oder mit etwas mehr Fettanteil den glykämischen Index senken. Dann natürlich auch die Geschichte mit dem fraktionieren (aufteilen einer großen Dosis in mehrere kleinere Dosen)
Ich würde als erstes damit anfangen, morgens mal einen Basaltest zu machen. Also nachzusehen, was mit dem BZ passiert wenn du morgens nichts isst. Ruhig mal direkt nach dem Aufstehen messen und dann stündlich kontrollieren.
Wenn der BZ da schon von alleine steigt, dann wärst du ein Kandidat für einen Morgengupf. Das ist eine Ladung schnellwirkendes Insulin, das grundsätzlich direkt nach dem Aufstehen gegeben wird, auch wenn man nicht frühstückt.
Machen kann man da schon was. Man muß nur erstmal rausfinden, an welcher Schraube man am effektivsten drehen kann.
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Mein SEA ist morgends chon bei 45 - 60 min ... länger geht nu wirklich mehr
Mit dem BAsaltest werd ich mal morgen machen. Geb dann hier mal die Werte rein
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[hohe Morgenwerte pp ... Hypos zum Mittag ... wirkungslose Erhöhung des BE-Faktors]
Hi,
das hört sich nach einer resistenzbedingten Wirkungseinschränkung des Morgeninsulins an,
sofern nicht eine grundsätzliche Erhöhung des Insulinbedarfes auch zu den übrigen Zeiten korrespondiert.
Hormonresistenzen charakterisieren sich durch kaum beherrschbare pp Explosionen und dann folgendem rasanten Wirkungseintritt des vorgehend gesetzten Bolus- oder Korrekturinsulins.
Zwei Ursachen sind aus meiner Sicht die Hauptverdächtigen.
1. Das Aufstehphänomen (AP)
2. Eine veränderte und nicht ausreichend abgedeckte Erhöhung oder Verschiebung der Hormonausschüttungen im Dawn.
Nr. 1 lässt sich in den Griff bekommen durch eine angemessene Insulindosis direkt beim Aufstehen. Den sogenannten Gupf oder AP-Bolus.
Nr. 2 täte eine Basalerhöhung in der Zeit des hormonellen Wellenberges erfordern.
Selbiger Hormongipfel könnte auch durch Cortison oder seine Vettern verursacht sein, wenn der Mensch an irgendwas rumlaboriert, dem der Körper entsprechend gegenhalten will.
Hast Du vielleicht in letzter Zeit Deine Einschlafzeiten verändert?
Zum AP findest Du ansonsten einiges über die Suchfunktion.
Gruß
Joa
Ähem, stelle grade fest, dass ich nicht wissen tu, was für ein Typ Du bist/hast.
Obige Annahmen gelten für Typ 1 Versionen. Bei Typ 2 mag das ein wenig anders ausschauen, auch wenn natürlich die Hormone auch da auf die Insulinwirksamkeit Einfluss haben.
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Ähem, stelle grade fest, dass ich nicht wissen tu, was für ein Typ Du bist/hast.
<=== steht überm Avatar :zwinker: Typ 2
Hast Du vielleicht in letzter Zeit Deine Einschlafzeiten verändert?
nein es ist eigentlich alles so wie immer - selbst die Dinge zum Frühstück sind gleichgeblieben
Das ist ja das dumme... wenn es ne Veränderung geben würde wüßte ich ja wo ich schauen kann
Zwei Ursachen sind aus meiner Sicht die Hauptverdächtigen.
1. Das Aufstehphänomen (AP)
2. Eine veränderte und nicht ausreichend abgedeckte Erhöhung oder Verschiebung der Hormonausschüttungen im Dawn.
Nr. 1 lässt sich in den Griff bekommen durch eine angemessene Insulindosis direkt beim Aufstehen. Den sogenannten Gupf oder AP-Bolus.
Nr. 2 täte eine Basalerhöhung in der Zeit des hormonellen Wellenberges erfordern.
Selbiger Hormongipfel könnte auch durch Cortison oder seine Vettern verursacht sein, wenn der Mensch an irgendwas rumlaboriert, dem der Körper entsprechend gegenhalten will.
Mit dem "Gupf" kann ich garnichts anfangen ehrlich gesagt. Denn wenn ich aufsteh dann meß ich ja den BZ und spritze den Bolus - wann sollte man denn da die "Gupf-Dosis" spritzen?
Mit der Erhöhung der BAsalrate könnte es vll liegen??? ich spritze zz Abend 10IE BAsal und hab heute mal den Test gemacht. Ich denke ich werde heute Abend mal 12IE spritzen und dann schaun wie ich morgen rauskomme. Die Werte vom Test finde ich ok - auch wenn ich eigentlich immer mit weniger raus bin - meist mit 5,5 -5,8mmol
Werde das dann morgen früh mal testen wie dann der pp ist .....
Ich würde als erstes damit anfangen, morgens mal einen Basaltest zu machen. Also nachzusehen, was mit dem BZ passiert wenn du morgens nichts isst. Ruhig mal direkt nach dem Aufstehen messen und dann stündlich kontrollieren.
Ja Jörg, habe nun den Test gemacht und hier wie versprochen die Werte
03:00 ==> 6,1
06:00 ==> 7,1
07:00 ==> 6,4
08:00 ==> 6,4
09:00 ==> 6,3
10:00 ==> 6,0
11:00 ==> 5,7
12:00 ==> 5,6
Vielen Dank erstmal für eure Anregungen :super:
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Jetzt mal von einem blutigen Anfänger: habe ein Bekannte (Typ2) die auch an der Basalschraube wie verrückt gedreht hat und morgens auch immer völlig daneben lag! Als die dann vom Diadoc kam, sollte sie das Basal aufteilen und sich drei Löcher machen. Es ist unglaublich, aber es hat gewirkt! Und wie! Vielleicht ein Versuch wert?
@Jörg: gibt es dafür eine verstehbare Begründung, daß das funzt???
Gruß
Dietmar
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Beim Kurzzeitinsulin über 30 IE macht das SInn lt Schulung in der Klinik aber bei Lanwirenden Insulinen hat das wohl keinen Effekt
wiegesagt lt Dia-Schulung Klinikum
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Mit dem "Gupf" kann ich garnichts anfangen ehrlich gesagt. Denn wenn ich aufsteh dann meß ich ja den BZ und spritze den Bolus - wann sollte man denn da die "Gupf-Dosis" spritzen?
Zur selben Zeit. Es gibt viele, die den Gupf zum Frühstücksbolus addieren. Und wenn man mal nicht frühstückt spritzt man eben nur den Gupf.
Mit der Erhöhung der BAsalrate könnte es vll liegen??? ich spritze zz Abend 10IE BAsal und hab heute mal den Test gemacht. Ich denke ich werde heute Abend mal 12IE spritzen und dann schaun wie ich morgen rauskomme. Die Werte vom Test finde ich ok - auch wenn ich eigentlich immer mit weniger raus bin - meist mit 5,5 -5,8mmol
Werde das dann morgen früh mal testen wie dann der pp ist .....
Das wird sich darauf nicht wesentlich bis gar nicht auswirken. Nach deinem Basaltest zu urteilen kannst du nur noch versuchen die Insulindosis aufzuteilen (in 2-3 Einzelportionen) und ein Frühstück mit niedrigerem GI zu essen. Oder du teilst es generell auf in 1. und 2. Frühstück
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@Jörg: gibt es dafür eine verstehbare Begründung, daß das funzt???
Ja: mit drei Schläuchen kriegt man einen Pool schneller gefüllt als nur mit einem. Ein Insulin wo das nichts bringen wird ist Levemir (weil das seinen Verzögerungseffekt eh erst im Blut erfüllt)
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Ja: mit drei Schläuchen kriegt man einen Pool schneller gefüllt als nur mit einem. Ein Insulin wo das nichts bringen wird ist Levemir (weil das seinen Verzögerungseffekt eh erst im Blut erfüllt)
Trotz altersbedingt zunehmender Vergeßlichkeit möchte ich mal versuchen das noch etwas physikalisch zu präzisieren.
Eine Insulindosis im Unterhautfettgewebe bildet ein Depot, das sich von der Außenhaut her langsam durch das Eindringen von Zwischenzellwasser auflöst.
Erst unter dessen Einfluß, also unter dem Einfluß von Wasser, werden die recht stabilen, mehrere Moleküle umfassenden Insulinstrukturen zum wirkenden Einzelinsulinmolekül gelöst und dann im Körper verteilt.
Eine Dosis in einem Depot braucht dann deutlich länger zur Wirkungsentfaltung, die auch insgesamt länger anhält, als die gleiche Dosis, verteilt auf z. B. drei Depots.
Darin liegt auch ein wesentlicher Aspekt der Insulinierung und der Kunst des Splittings, d. h. der Verteilung einer Dosis auf mehrere Injektionen. ;-)
Wie Jörg ja schrieb, ist das bei Levemir ein ganzes Stück anders, weil da die ... ... wie war das nochmal?
Gruß
Joa
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:kratz: Hm, meine Bekannte macht das aber mit Levimir ??? Und hat zum zweiten Mal! Super NZ-Werte und die pp-Werte sind jetzt wieder im grünen Bereich. Das mit den drei Schläuchen ist ein super Bild! Stelle dazu noch etwas in "meine Geschichte"
Gruß
Dietmar
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HAllo ihr Lieben,
hatte eben pp wieder 9,7 :-\
werde mir dann morgen mal 2 Löcher machen :kreisch: und berichte dann wie die pp werte dann sind
mit dem "Gupf" :kratz: wieviel spritzt mann denn da? gibts da ne Regel?
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Wie Jörg ja schrieb, ist das bei Levemir ein ganzes Stück anders, weil da die ... ... wie war das nochmal?
Das bindet sich an Albumin (einem Eiweißstoff im Blut) und löst sich dann langsam wieder davon. Daher könnte man rein theoretisch Levemir sogar i.v. spritzen und es würde trotzdem verzögert wirken.
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mit dem "Gupf" :kratz: wieviel spritzt mann denn da? gibts da ne Regel?
Den Gupf brauchen nur die, bei denen der BZ auch ohne was zu essen nach dem Aufstehen ansteigt, was ja bei dir nicht der Fall zu sein scheint (definitives kann man nach einem einmaligen Test nicht sagen). Feste Regeln gibt es dafür nicht, weil das eher unter der Hand als "Geheimtip" gehandelt wird. Ich habe jedenfalls noch keine Veröffentlichungen darüber gelesen, aber gute Diabetologen kennen das. Wenn man das für sich herausfinden will geht das nur über einen morgendlichen Basaltest. Direkt nach dem Aufstehen messen, dann weiter in stündlichen Abständen bis mittags. Steigt der BZ da an kann es an einer morgendlichen Basallücke oder an diesem Aufstehphänomen hängen. Die Basallücke erkennt man, wenn der Anstieg des BZ unabhängig von der Aufstehzeit passiert. Das ganze ist also keine Sache, die man mal eben auf die Schnell diagnostizieren kann.
Bei mir hat es schon ein paar Wochen gedauert, bis ich den Effekt zweifelsfrei mit dem Aufstehen in Verbindung bringen konnte. (Dabei schüttet der Körper Hormone aus, die die Blutgefässe zum Zusammenziehen bringen, damit das Blut nicht der Schwerkraft folgend in den Beinen versackt und im Kopf das Licht aus geht)
Als das klar war habe ich direkt nach dem Aufstehen Kurzwirkendes Insulin gegeben und die Dosis soweit erhöht, bis ich mittags im Normbereich lag ohne in der Zeit dazwischen eine Hypo zu haben.
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danke für diese wirklich gelungene Erklärung
(http://www.smilies.4-user.de/include/Schilder/smilie_d_002.gif) (http://www.smilies.4-user.de)
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mit dem "Gupf" :kratz: wieviel spritzt mann denn da? gibts da ne Regel?
dazu ergänzend:
es gibt schon so eine...no wie sag ich da...
PI_mal_Daumen-Schätz-auf_gut_Glück_eventuell_veilleicht-Regel:
Gupf ist ungefähr soviel wie 10% der Basaldosis ( beim Standard-Dawn beim Standard-Diabetiker mit Standard-Insulinempfindlichkeit [eine eher seltene Rasse].....) und höchstens ca 20% ( Ausnnahmen bestätigen Regeln, besonders die PI_mal_Daumen....-Regeln :ja:)
Bitte nicht ohne Diadoc damit beginnen.
Sonst könnte man ev. 2 iE ( sofern das UNTER 10% der Basis-Menge ist) beginnen, und testen - testen - testen... obs klüger den beim Aufstehen oder zu eier fixen Zeit zu spritzen, zB.
Aber davor brauchts idealerweise gute Profile OHNE Gupf, aus denen kann man, wenn man denn einen braucht, meist schon ganz gut erkennen wann und auch ungefähr abschätzen weiviel.
Grüße, Susanne
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... wie war das nochmal?
Das bindet sich an Albumin (einem Eiweißstoff im Blut) und löst sich dann langsam wieder davon. Daher könnte man rein theoretisch Levemir sogar i.v. spritzen und es würde trotzdem verzögert wirken.
Danke, nu dämmert es wieder etwas mehr bei mir. :ja:
Da gab es auch so ein kleines Werbefilmchen vom Hersteller, der dieses Bindungsverhalten sehr schön bunt veranschaulichte. Muß mal sehen ob der mit auf der Sicherung meines ollen Notebooks gelandet war.
Allerdings meine ich, dass bei der Splittung einer Insulindosis auch Levemir ein Stück schneller den Wirkungsgipfel erreichen sollte.
Auch wenn bei Levemir die Verzögerung nicht über die langsame Aufspaltung von Molekülanhäufungen des Insulins läuft, braucht es bis zum Eintritt der Dosiswirkung auf stabilem Niveau dann wohl doch auch etwas Zeit für den Übergang aus der gespritzten Dosis in Zwischenzellwasser und Blut.
Und das Verhältnis von Depotoberfläche, von der aus die Auflösung erfolgt, zu Insulinvolumen ist bei Verdoppelung des Volumens nicht linear, sonder etwa wie 2 zu 1,6.
Das meint, dass zwei kleine Depots schneller den Wirkungsgipfel des Insulins erreichen werden, als das bei der Auflösung nur eines Depots erfolgt.
Gruß
Joa
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mit dem "Gupf" :kratz: wieviel spritzt mann denn da? gibts da ne Regel?
Teupe meinte auf Nachfrage dazu, wohl insbesondere auf Typ 1 bezogen, das wäre i. d. R. so zwischen 0,5 und 4 IE.
Sofern Du was austesten tust gilt es im Blick zu haben, dass die folgend nicht mehr zu erwartende Hormonresistenz, bei ausreichender Insulinabdeckung des Bedarfes für das AP, eine recht erhebliche Auswirkung auf das IE/BE Verhältnis zum Frühstück bringen sollte.
Wenn Du mit Gupf das alte Verhälnis beibehältst, kann es daher zu einer ziemlich explosiven Talfahrt des Blutzuckers kommen.
Besonders eklig, wenn unerwartet ... und vielleicht noch hinter dem Lenkrad auf dem Weg zur Arbeit. :erstaunt:
In einem anderen Forum hatte H.-J. Tilsner (Typ 2) mal von einer erstaunlich drastischen Reduktion seines IE/BE-Verhältnisses berichtet, nachdem er erst mal probeweise gegupft hat. Das Forum (Uni D'dorf) wurde aber dicht gemacht, so dass ein Link dorthin nicht mehr geht. Ich denke jedoch, dass H.-J. T. da schon recht glaubwürdig ist.
Gruß
Joa
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Hallo Ihr,
habe mir also heute früh 2 Löcher für meine RAtion gemacht :zwinker: leider ohne den gewünschten Erfolg :-\ 9,4 mmol pp
Heute war mein DiaDoc aus seinem Urlaub wieder da. Ich also ans Telefon und ihm vom Fortschritt erzählt und was ich alles gemacht hab....
Er meinte er würde gerne nen anderes Insulin ausprobieren also eins mit nem anderen Wirkprofil - sprich nen analoga
Meine KK die GEK hat jedoch keine Rabattverträge mit den Herstellern sondern entscheidet das immer nach Einzelfall.
Also hab ich meine Geschäftstelle der GEK hier vor Ort angerufen und die leiten das nun in die Hauptfiliale und die entsprechende ABteilung wird sich dann mit meinem Doc in Verbindung setzen um das dann abzusprechen....
Muss dann wohl so lang mit den hohen Werten leben :embarassed:
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Auch wenn bei Levemir die Verzögerung nicht über die langsame Aufspaltung von Molekülanhäufungen des Insulins läuft, braucht es bis zum Eintritt der Dosiswirkung auf stabilem Niveau dann wohl doch auch etwas Zeit für den Übergang aus der gespritzten Dosis in Zwischenzellwasser und Blut.
Ja, aber du übersiehst hier etwas: wenn es ins Blut übergegangen ist bindet es sich erstmal an Albumin, und zwar jedes einzelne Levemir-Molekül. Dafür ist es egal, wie schnell es ins Blut geht: es wirkt erst BZ-senkend, wenn es sich vom Albumin wieder getrennt hat.
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Ja, aber du übersiehst hier etwas: wenn es ins Blut übergegangen ist bindet es sich erstmal an Albumin, und zwar jedes einzelne Levemir-Molekül. Dafür ist es egal, wie schnell es ins Blut geht: es wirkt erst BZ-senkend, wenn es sich vom Albumin wieder getrennt hat.
Nee, nicht übsehen. Es ging mir erst mal um die Frage, wie lange es dauert, bis das Levemirdepot sich in das Zwischenzellwasser (und dann folgend den Blutkreislauf) verteilt hat. Also um die Depotauflösung selber.
MIt dem Übergang in das Zwischenzellwasser ist das Levemir-Insulinmolekül dann sofort biologische wirksam, wenn es nicht grade an eine Albuminmolekül gebunden hat.
Soweit ich zu erinnere, wird diese Bindung sowohl im Blut, als auch im ZZW (ZwischenZellWasser) eingegangen ... und auch wieder gelöst ... und neu aufgenommen. Natürlich nur solange, wie das Insulinmolekül in der eiweißfreien Zwischenexistenz nicht anderweitig abgebaut oder durch Bindung an einen Insulinrezeptor absorbiert wurde. Was ich nicht mehr erinnere ist die Frage, ob das albumingebundene Levemirinsulinmolekül von der größe her noch die Kapillarwände passieren kann.
Falls nicht, täte das Bindungsverhalten eine zusätzliche Wirkungseintrittsverzögerung des Levemir um Faktor X bedingen müssen. Denke ich jedenfalls.
Ob die nun relevant ist oder nicht, hinge wohl stark von dem Verhältnis der Konzentration Levemir/Alubumin im ZZW ab.
Gruß
Joa
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Nee, nicht übsehen. Es ging mir erst mal um die Frage, wie lange es dauert, bis das Levemirdepot sich in das Zwischenzellwasser (und dann folgend den Blutkreislauf) verteilt hat. Also um die Depotauflösung selber.
Hat seine Maximalkonzentration im Blut nach 6-8 Stunden.
MIt dem Übergang in das Zwischenzellwasser ist das Levemir-Insulinmolekül dann sofort biologische wirksam, wenn es nicht grade an eine Albuminmolekül gebunden hat.
Soweit ich zu erinnere, wird diese Bindung sowohl im Blut, als auch im ZZW (ZwischenZellWasser) eingegangen ... und auch wieder gelöst ... und neu aufgenommen. Natürlich nur solange, wie das Insulinmolekül in der eiweißfreien Zwischenexistenz nicht anderweitig abgebaut oder durch Bindung an einen Insulinrezeptor absorbiert wurde. Was ich nicht mehr erinnere ist die Frage, ob das albumingebundene Levemirinsulinmolekül von der größe her noch die Kapillarwände passieren kann.
Falls nicht, täte das Bindungsverhalten eine zusätzliche Wirkungseintrittsverzögerung des Levemir um Faktor X bedingen müssen. Denke ich jedenfalls.
Denke ich nicht. Zumindest wird dieser Faktor X unwesentlich sein. Wenn es nicht mehr an Albumin gebunden oder in Hexameren vorliegt, dann gelangt es ja echt rasch ins Blut und hat dort seine kleine Halbwertzeit.
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Gute Nachricht von meiner KK :D
Hatte ebend einen Anruf von der GEK "selbstverständlich übernehmen wir die Kosten für Analoginsulin wenn Ihr Arzt das verordnet" :super:
Ich fragte ob der DiaDoc das schriftlich bekommt .... "selbstverständlich"
Habe dann Namen und Anschrift von meinem DiaDoc gegeben und er bekommt das nun heute Nachmittag zugefaxt
Super Service der GEK nenn ich das
naja und da ich heute NAchmittag eh zum Allergiespritzen muß werde ich im Anschluß meinen DiaDoc beehren und mal sehen was er mir dann so neues sagt...
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naja und da ich heute NAchmittag eh zum Allergiespritzen muß werde ich im Anschluß meinen DiaDoc beehren und mal sehen was er mir dann so neues sagt...
wie du lässt dir Allergien spritzen, ich wäre froh wenn ich die los wäre :duck:
liebe Grüsse Vera
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Wenn es nicht mehr an Albumin gebunden oder in Hexameren vorliegt, dann gelangt es ja echt rasch ins Blut und hat dort seine kleine Halbwertzeit.
Moin,
ist hier im Thema etwas scholastisch, scheint mir vielleicht. Habe noch mal nachgeforscht.
Albumingebundene Levemirmoleküle sind also nicht kapillarwandpassager.
Die Levemirinsulinmoleküle lösen sich aus ihrer ersten Verzögerungsstufe der Bindung von Hexameren und kurzen Hexamerketten im lokalen Zwischenzellwasser des Depots. Wobei die Fähigkeit zur Bildung von Dihexameren der Lemirmoleküle eine zusätzliche Verzögerung bewirkt.
Freie Levemirmoleküle, die nicht an ein Albumin gebunden sind, stellen den Ausgleich der Stoffkonzentration im Sinne der Homöostase her. Das meint, sie diffundieren aus dem ZZW des lokalen Depotgewebes durch die Wände der Kapillaren in den Blutkreislauf und werden dann, auf gleichem Weg der Diffusion durch andere Kapillarwände, verteilt auf die verschiedenen örtlichen Zwischenzellwasser anderer Gewebeorte.
Die weitere spezifische Verzögerungswirkung von Levemir, die Albuminbindung, ist sowohl in den Zwischenzellwassern, als auch im Blut wirksam.
Der besondere Faktor bei dieser Verzögerung ist die reversible Albuminbindung, die vom Levmirmolekül solange eingegangen wird, bis es entweder von Enzymen abgebaut oder von Insulinrezeptoren adaptiert wurde. Das Levemirmlekül ist relativ schwach an Albumin gebunden, wird, vermutlich mechanisch, abgestreift, bindet aber neu am nächsten erreichbaren Albumin an.
Biologisch wirkt es immer in den bindungsfreien Zeiten.
Gruß
Joa
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wie du lässt dir Allergien spritzen, ich wäre froh wenn ich die los wäre :duck:
liebe Grüsse Vera
:baeh: :baeh: :baeh:
also gut ... ich war zur Hyposensibilisierung (nachdem ich das Wort geschrieben hab weiss ich wieso ich immer nur Allergiespritzen sag :zwinker:
*sich ma wieder die Finger entknotet und Hexe die Schuld geb* :trost:
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Inzwischen habe ich wieder normgerechte PP-Werte :banane:
zum Werdegang .....
Vorgestern Nachmittag habe ich das neue Insulin bekommen ==> Liprolog
gestern hatte ich den morgendlichen BE-Faktor von 7 auf 4 runtergesetzt und so einen PP-Wert von 9,4 gehabt (wie beim Normalinsulin unter Faktor 7)
heute habe ich den BE-Faktor auf 5 erhöht und einen PP-Wert von 6,9 erreicht - dementsprechend happy bin ich wieder
den Abendlichen BE-Faktor konnte ich ebenfalls von 2 auf 1 reduzieren
Mittags ist er bei 1 geblieben
Das neue Insulin brennt zwar ein wenig bei der Injektion, aber für diese wunderbaren Werte nehme ich das doch gerne in Kauf :zwinker:
Den SEA konnte ich ebenso deutlich reduzieren bzw ganz weglassen.
Morgends warte ich 15 Minuten, Mittags und Abends warte ich garnicht sondern spritze direkt vor dem Essen
Allen in allem bin ich doch sehr zufrieden mit den jetzigen Werten und außerdem bin ich froh so einen klasse DiaDoc zu haben :super:
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Na, und der wird sich sicher auch freuen ein solchen Vorzeigepatienten zu haben :zwinker: