Diabetesinfo-Forum
Diabetesfragen => Allgemeiner Bereich => Thema gestartet von: Janine am Mai 15, 2006, 14:40
-
Hallo!
Bin heute morgen nüchtern zu meinem Hausarzt(praktischer Arzt) gegangen, und wurde direkt wieder verwiesen. Sie dürften mir kein Blut mehr abnehmen, das solle doch bitte der Diabetologe machen. Dann frage ich mich, warum ich überhaupt noch zum HA gehe?!!? Wenn er schon kein Blut mehr abnehmen kann/darf?!
Habt ihr gleiche Erfahrungen gemacht? Ein Internist bei mir in der Nähe (habe ich heute morgen direkt angerufen) macht noch Blutabnahmen bei Typ 1.
Gruß Janine
-
Den Hausarzt brauchst Du zum Überweisungen für die anderen Ärzte schreiben ;)
Aber es geht auch anders. Als ich letztens zur FSME Impfung beim HA war, meinte die Sprechstundenhilfe gleich zu mir "Sie haben ja noch nie bei uns Blut abnehmen lassen, wollen sie das nicht mal machen?" Da ich dieses Quartal keinen Termin beim Diabetologen bekommen habe, habe ich dann gleich eingewilligt, meinen HbA1c bestimmen zu lassen. :)
Aber Sinn macht es schon, sich als Typ 1 vom Facharzt behandeln (und eben auch Blut testen) zu lassen. Der hat (meist) mehr Ahnung als ein HA, und man will ja schliesslich noch ein paar Jahre mit dem DM leben, möglichst ohne Folgeschäden. Soweit ich weiss, dürfen Hausärzte Typ 1er im DMP eh nicht mehr behandeln, die müssen die DMPler zum Facharzt überweisen.
LG,
Anja
-
Wenn ich mit meinen Werten gut eingestellt bin und ich keine Probleme mit meinem Diabetes habe, warum sollte ich dann ständig zum Diabetologen? In meiner Nähe gibt es nunmal keinen, kann mir dafür nicht ständig frei nehmen. Außerdem möchte ich nicht ins DMP Programm, also darf auch der Hausarzt weiter Blut abnehmen, oder nicht?!
Finde es halt blöd, dass man als Patient angeblich "freie Arztwahl" hat, aber dann ständig wegen irgendwelcher Sachen nicht behandelt werden kann.
Gruß Janine
-
Also ich lasse das Blut immer vom Hausarzt abnehmen. Na gut, waren derst drei mal oder so :zwinker:. Aber ich müsste 30 km zum Diabetologen fahren und der HA ist direkt um die Ecke. Außerdem muss ich eh alle Furz lang dahin wegen Überweisung, Rezepte und der ganze Schiss. Das Labor der Auswertung ist bestimmt das gkleiche, was eine bessere Auswertzung des einen ausschliesst.
Nornalerweise sollte das ein HA schon übernehmen..... :gruebeln:
-
Also wenn Du nicht im DMP bist, sollte der HA das schon noch dürfen, aber vielleicht will er nicht? Wenn Dein Diabetologe so weit weg ist, evtl. gibt es ja einen kooperativeren HA in Deiner Nähe?
Freie Arztwahl heisst leider nur, dass Du zwischen den Ärzten wählen kannst, die bereit sind, Dich zu behandeln, nicht dass Du einen zwingen kannst, etwas zu tun, auch wenn er das eigentlich könnte/müsste, aber nicht will...
Es gibt ja auch Ärzte, die nehmen nur Privatpatienten. Das ist zwar nicht schön, aber man kann dagegen auch nichts machen. :(
LG,
Anja
-
Sie dürften mir kein Blut mehr abnehmen...
Ja, aber nicht weil die Kasse das sagt, sondern weil ihr Chef das sagt :tock:
Ich bin schon seit Jahren bei meinem Hausarzt. Der verschreibt mir alles, macht alle Untersuchungen und so weiter. Auch jetzt, wo ich alle paar Monate mal zum Diabetologen gehe.
Laboruntersuchungen kosten Geld. Und zwar immer den, der sie veranlasst. Da ist mir schon klar, daß er das lieber wen anders machen lassen will...
-
Einen wieteren Vorteil, den ein Diabetologe/Facharzt hat: Er weiß wieviele Teststreifen ein Diabetiker braucht und verschreibt gleich 450 Stück mehr ;-)
Er kenns sich auch damit aus, wie er Diabetiker als Praxisbesonderheit o.ä. anmeldet, um sein Budget zu schonen.
Nein, prinzipiell finde ich es schon gut, wenn der Hausarzt einen zum Facharzt überweist - der weiß auch genau, wie die Füße ausschauen sollen und welche Harnuntersuchungen angebracht sind. Wenn der Hausarzt sich das aber auch zutraut (es gibt ja auch den Blauen Diabetikerpass - damit man keine Untersuchung verpasst), sollte er es doch auch dürfen (solange alle Werte stimmen).
LG|Adrian
-
Naja, ich brauch mein Hausarzt auch nur für die Überweisungen. Aber hab auch nicht das Problem keinen Diabetologen in der Nähe zu haben. Meiner Hausärztin würde ich nicht so, wie bei Dir Jörg es zutrauen mit dem Diabetes umgehen zu können. Dies ist kein Vorwurf, dafür ist sie ja auch Hausärztin und nicht Internistin/Diabetologin. Für mich liegt hier der Nachteil der Gesundheitsreform begraben. Vorher (vor 2004) brauchte ich NIE, wirklich NIE einen Hausarzt. Heute rechnet sie einmal im Quartal meinen Besuch ab und lässt sich dies bezahlen, obwohl ich nur die Überweisung abhole.
-
Naja, ich brauch mein Hausarzt auch nur für die Überweisungen. Aber hab auch nicht das Problem keinen Diabetologen in der Nähe zu haben. Meiner Hausärztin würde ich nicht so, wie bei Dir Jörg es zutrauen mit dem Diabetes umgehen zu können. Dies ist kein Vorwurf, dafür ist sie ja auch Hausärztin und nicht Internistin/Diabetologin.
Bin ganz deiner Meinung. Und mein Hausarzt hat auch gleich zu beginn gestanden, das er sich mit Diabetes nicht sehr gut auskennt. Meinte ich, das sei kein Problem, dafür habe ich ja meinen Diabetologen. (Momentan zwar keinen, aber ich hoffe ich finde eine Lösung :nixweiss:)
-
... dafür habe ich ja meinen Diabetologen. (Momentan zwar keinen, aber ich hoffe ich finde eine Lösung :nixweiss:)
Hallo Angela,
entschuldige bitte, wenn ich da mal nachhake. Wozu benötigst Du denn den Diabetologen? Du gehörst doch eigentlich zu dem Personenkreis der grundlegend über Diabetes vieles weiß.
Ich war eigentlich nur einmal bei Diabetologen. Der konnte mir weder helfen, noch viel mit mir anfangen. Er hat einige Blutwerte bestimmen lassen, sich meine Geschichte angehört und mir dann erzählt, daß ich alles im Griff habe. Außerdem hat er eine Fußkontrolle durchgeführt und das war es auch schon. Seit dem bin ich nicht mehr da gewesen.
Regelmäßige Blutwertkontrollen macht nun mein HA.
LG Bernd
-
Meiner Hausärztin würde ich nicht so, wie bei Dir Jörg es zutrauen mit dem Diabetes umgehen zu können.
Das ist bei mir ja auch ein Sonderfall. Er weiß, daß ich mich mit meinem DM besser auskenne als er und das gibt er auch offen zu. Und dadurch haben wir einen vertrauensvollen Umgang miteinander und ich bekomme das, was ich haben will. Und falls ich wirklich mal Feedback brauche kann ich meinen Diabetologen fragen.
-
Na so gescheit bin ich auch nicht. Ich finde schon das man zum Arzt gehen soll. Macht doch jeder hier. Es gibt immer wieder Probleme die man selber nicht schafft. Wenn du der Meinung bist, du brauchst keinen Arzt, ist das deine Sache. Ich brauche und will schon einen. Außerdem will ich ja auch meinen HB1C wissen. Wir haben bis jetzt eigentlich fast immer kleine Änderungen gemacht.
-
Theoretisch hat Jörg aber recht. Es gibt nur leider wenige Ärzte die zugeben können, dass der Patient eine höhere Kompetenz hat. Ich hatte mal eine Diabetologin, die ungelogen weniger Ahnung von DM hatte als ich. Und sie hat sich wirklich "Diabetologin" geschimpft. Obwohl ich immer das bekommen habe, was ich wollte, ist mir dann Angelas Argument wichtiger gewesen und ich hab den Arzt gewechselt.
-
Ich habe das große Glück, dass meine Hausärztin auch Diabetologin ist :banane:
Trotzdem-oder deshalb-schickt sie mich mindestens einmal im Jahr in ein Diabeteszentrum.
Zitat" Ich weiss auch nicht alles und die haben mehr Erfahrung. Und schaden kann es auch nicht"
Ich fühle mich also rundrum bestens betreut. :ja:
-
Naja, das macht meine Diabetologin auch. Sie stellt es mir 1x im Jahr frei eine Woche nach Karlsburg zur Neueinstellung zu gehen, um Zitat "meine Einstellung zu perfektionieren".