Diabetesfragen > CGMS
CGMS und errechneter HbA1c
ralfulrich:
Viele BZ Messwerte liefern sicherlich rechnerisch eine bessere Näherung an den Labor HbA1c als nur 2-3 BZ-Messwerte am Tag.
Wenn ein CGM System gut kalibriert ist würde ich CGM-Werte den eigenen Messungen vorziehen.
Der Zeitraum ist natürlich auch wichtig, wenn die Annäherung an den Laborwert gut sein soll
FGM Systeme sind da im Nachteil. Da wird für den 1c in der Regel immer ein zu geringer Wert berechnet, denke ich.
Von daher sollte das jeder für sich aushandeln. http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/Smileys/normal/zwinker.gif
Smileys gehen nicht in EDGE?
Grüße
Ralf
Joerg Moeller:
Das HbA1c in SiDiary wird aus den eingegeben BZ-Werten errechnet (deswegen heißt es da ja auch errechneter HbA1c)
Je öfter man misst und je genauer das eigene Gerät misst, desto näher ist das auch am Laborergebnis, wenn man einen Zeitraum von 3 Monaten für die Statistik einstellt.
Viele Grüße,
Jörg
Gyuri:
--- Zitat von: Joerg Moeller am April 25, 2016, 12:00 ---(…)
Je öfter man misst und je genauer das eigene Gerät misst, desto näher ist das auch am Laborergebnis, wenn man einen Zeitraum von 3 Monaten für die Statistik einstellt.
Viele Grüße,
Jörg
--- Ende Zitat ---
Die Genauigkeit des BZ-Gerätes dürfte dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Eine systematische Abweichung (also in Richtung und Größe nahezu unverändert) wird es kaum noch geben und wenn doch könnte man die geringe Abweichung leicht bei der nächsten Umwertung berücksichtigen.
Zufällige Abweichungen hingegen dürfen rein überhaupt nichts ausmachen, weil die in beide Richtungen nach einem Zufallsprinzip (Normalverteilung? ) abweichen und der Mittelwert somit über … 3 Monate dann wieder stimmt.
Die Abweichungen kommen primär davon, wenn man keine "normalverteilten" Stichproben durchführt. Dies wäre z.B. wenn man bevorzugt NUR vor dem Essen misst oder bevorzugt NUR pp-Werte erfasst. Das gezielte Erfassen von Extremwerten ist genau genommen auch nicht gut für eine Berechnung des HbA1c - nicht zuletzt, weil ja gesagt wird, dass kurzzeitige Extremwerte keinen Einfluss auf das HbA1c hätte. Ich behaupte hingegen, wenn diese Extremwerte statistisch als "Ausreiser" erkannt werden, werden sie automatisch ausgefiltert. Das wiederum kann nur klappen, wenn man genügend "normalverteilte" Messungen hat.
Viel Rechnerei um einen Wert, der in seiner Bedeutung untergeordnet ist. Ich motze hier nicht gegen das HbA1c! Mir geht es nur darum, wie "genau" man es aus BZ-Messungen (oder sonst was) errechnen kann. Und wenn ich schon einen Zahlenfriedhof bemühen muss um mein HbA1c zu "erahnen" dann kann ich doch gleich mit ALLEN Messergebnissen viel aussagekräftigere Dinge herauskitzeln als es das HbA1c je sein kann.
Nicht falsch verstehen!
Auch ich habe in meinem selbst gestrickten Management so Formeln für das HbA1c eingebaut. Diese Berechnung "nutze" ich aber nur, weil ich bei Gesprächen mit Leuten vom Fach mit statistischen Begriffen auf taube Ohren stoße und das HbA1c jeder glaubt zu verstehen. :zwinker:
Kladie:
Hallo Gyuri,
--- Zitat ---orginal Gyuri:
Formeln für das HbA1c eingebaut. Diese Berechnung "nutze" ich aber nur, weil ich bei Gesprächen mit Leuten vom Fach mit statistischen Begriffen auf taube Ohren stoße und das HbA1c jeder glaubt zu verstehen.
--- Ende Zitat ---
Damit hast du genau das ausgedrückt was ich im voherigen Beitrag auch sagen wollte.
Bei diesem Wert ist es völlig unerheblich ob er ein, zwei oder drei Zehntelprozent höher oder niedriger ist. Wichtig ist es, dass er über einen längeren Zeitraum dem Zielwert (oder Normwert) nahekommt. Auch Ärzte ändern die Therapie erst wenn der HbA1c um mehr als 1% verändert werden muss oder soll.
Daran sieht man, dass eine Genauigkeit keine große Rolle spielt. Du als Statistiker solltest aber nachvollziehen können wenn jemand versucht zu ermitteln ob ein errechneter Wert dem Laborwert eher unter- als überschreitet. Das hat - wie gesagt - nichts mit Genauigkeit zu tun.
Bei mir ist der Laborwert seit fast 15 Jahren zwischen 5,2% und 5,8% wobei ich die Extremwerte sogar noch erklären kann. Mit diesen Werten werde ich von Ärzten immer wieder gefragt ob ich wirklich Diabetiker bin und nicht auf Insulin verzichten könnte. Meine Stoffwechselstörung ist jedoch nicht eingebildet und trotzdem muss ich jedesmal erklären warum mein BZ (und damit der HbA1c) nicht ungesund hoch ist.
ralfulrich:
Wobei die Messgenauigkeit der Labore auch mit einem Fragezeichen versehen werden kann...
Gib drei gleiche Blutproben in drei verschiedenen Laboren ab und Du erhältst drei verschiedene Ergebnisse... http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/Smileys/normal/zwinker.gif (EDGE)
Grüße
Ralf
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