Jetzt habe ich wieder mal etwas zu „extrem“ falsche Messwerte zu berichten.
Am 4.8. hatte ich einen Termin beim DMP. Mit Laborwerte kann ich leider nicht dienlich sein. Das hausärztliche Labor hat Urlaub.
So musste sich die Diabetologin mit den FSL-Daten zufrieden geben.
Das Tagesmuster war schon mal nicht SOOOO schlecht.
(trotz der Ausreißer
die blende ich aber normal aus.)
Aber dann störten sie doch die gelegentlichen „Ereignisse mit niedrigem Glukosewert“
Sie bezog sich dabei auf Momentaufnahmen der letzten 14 Tage:
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Ich widersprach ihr aber, bei Vergleichsmessungen (besonders am 3.8.) hätte sich immer herausgestellt, dass die blutigen Werte deutlich höher waren.
Ja, das Problem ist bekannt. Dennoch meinte sie, ich müsse nicht die 70mg/dl als unteren Zielbereich anstreben. Ich könnte mir schon einen höheren Schnitt erlauben um auf der sicheren Seite zu sein. Dabei bemerkte sie sicherlich, dass ich nicht so recht mitziehen wollte. Wir einigten uns dann, dass ich mein Lantus von 24 Einheiten auf 22 reduzieren sollte, um insgesamt meinen Verlauf etwas anzuheben. Spitzen die dann schlechter ausfallen, könnte ich durch Erhöhung der Faktors wieder verbessern.
Na ja, dazu bietet die FSL-Software sogar ein spezielles Mahlzeitenprofil.
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Also mal unter uns…
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diese Diagramme wären schon noch verbesserungswürdig.
Weil ich zwar immer schätze, was auf dem Teller liegt, mich aber oft verschätzen kann, wenn ich eine Änderung der Speisekarte beschließe, halte ich es IMMER so, dass ich die Gramm KH erst nach dem Essen eingebe. Die Markierung zwischen vor und nach dem Essen ist in Wirklichkeit zum Ende des Essens. und gespritzt wurde immer vorher.
Das Täte aber der Aussagekraft keinen Abbruch … wäre da nicht das Problem, dass sich die Software HIER einen Dreck drum kümmert, welche Essenszeiten man eingestellt hat. So werden alle Essenszeiten außerhalb des Libre-Standart nicht gezählt. Das sind bei mir ganz viele. Und darum haben die Diagramme bei mir keine statistische Aussagekraft.
Ich komme noch mal auf die seltenen aber deutlichen Unterschiede zwischen den Messsystemen zu sprechen.
Am 3.8. wachte ich gegen 01:45 auf. ein Zwischenscan ergab zwar 87mg/dl die Grafik zeigte mir aber an, dass ich vorher angeblich im Unterzucker war. Gegen 02:30 entschied ich mich für 2 KE Süßes uns spritzte aber 6 IE dafür um dann ins Bett zu gehen.
Gegen 07:30 stand ich auf und wollte wissen, was in der Zwischenzeit passiert war.
Ooops! 40mg/dl wurden mir mit einer seltsam anmutenden Kurve angezeigt. Ich aß einen Apfel - weil mir danach war. Das kann man aber einfach nicht glauben … blutige 127mg/dl bestätigten mein Gefühl.
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Vielleicht bekomme ich dann einen neuen Sensor, wenn es mehrere derartige Vergleichsmessungen gäbe?
Kurz vor 09:00 hat der Apfel nicht viel bewirkt. FSL 60 mg/dl und Blut 135mg/dl. Aha der neue Sensor ist in Reichweite.
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)
Aber weitere Vergleichsmessungen waren dann wieder sehr ähnlich und nicht wert beanstandet zu werden
FSL 197mg/dl - blutig 188mg/dl
FSL 92mg/dl - blutig 89mg/dl
FSL 74mg/dl - blutig 85mg/dl
Na ja, so gibt es keinen neuen Sensor … aber auch keinen wirklichen Grund Total falsche Werte reklamieren zu müssen.