(…) Es geht dabei nämlich nicht um eine Vorsicht, die ich bei meiner Behandlung anlege, sondern für Tipps, die ich anderen gebe.
Und diese Vorsicht erwarte ich von jedem hier im Forum!
(…)

Auch wenn es jetzt nicht direkt um mich geht, so kann ich mich dennoch mit meinem Rat: "Nicht kleckern - klotzen!" angesprochen fühlen.
Dabei ist da schon ein Stückchen Logik dahinter verborgen.

Wenn jemand (GANZ VORSICHTIG) mit 2 IE anfängt, mag das ja in Ordnung sein.
Wenn dabei keine Wirkung erkennbar ist und mit 4 IE weiter gemacht wird, ist das auch noch in Ordnung.
Bringen die 4 IE aber auch keine Veränderungen, ist im Prinzip davon auszugehen, dass bei keinem mit 6 IE plötzlich die Welt unter geht.
Spätestens dann kann man schon dazu raten (
UNTER BEACHTUNG EINER STÄNDIGEN KONTROLLE) es mit einer Verdopplung der Dosis zu versuchen … bis sich etwas messen lässt. Hat man bei der letzten Verdopplung übers Ziel geschossen, sollte man sich erst mal immer noch zu helfen wissen (zusätzliche BE) und dann geht man einfach mal um die Hälfte der letzten Erhöhung zurück.
Wer gleich zu Beginn was misst, macht das mit der Verdopplung natürlich nicht mehr weiter. Aber alle, die wohl einen Insulinbedarf von … 15 IE (oder mehr) haben, finden so viel schneller ihre Dosis. Und noch was: keine Dosis ist dann endgültig festgeschrieben! Meine Frau begann unter meinen Fittichen mit 15 IE in der Früh (mit bemerkter Verbesserung) und ist jetzt nach mehreren Monaten doch bei 25 IE gelandet. Obwohl sie vor ihrem Schlaganfall schon bei 22 IE war, habe ich NICHT sofort dort weiter gemacht. Die "vorsichtigen 15 IE" hatten ja Wirkung gezeigt … nur halt im täglichen Leben zu wenig.
Wer so etwas nicht versteht und sich dann falsch behandelt, dem kann man auch nicht mit noch vorsichtigeren Strategien helfen. Dem könnte man nur noch raten, erst mal um Insulin einen großen Bogen zu machen, sich nicht im Internet umzuschauen und nur das tun, was der (übervorsichtige) Arzt sagt, weil er seine Patienten nicht ständig unter Kontrolle haben kann.