Mit Datum vom 10.11.2010 habe ich von meiner kranken Kasse ein Schreiben der Hauptverwaltung, des Versichertenmanagements, erhalten.
Betreff "Wir denken an Sie - besonders am Weltdiabetestag"
Zitat:
"Sehr geehrte Frau ...
von einer leistungsstarken Kasse dürfen Sie zu Recht erwarten, dass sie sich persönlich für Ihre Bedürfnisse einsetzt [ach was...]. Wir sind 365 Tage im Jahr mit einem kompetenten [*hüstel*] Gesundheitsnetzwerk für sie da!
Am 14. November, dem Weltdiabetestag, wird der chronischen Erkrankung Diabetes mellitus global besondere Aufmerksamkeit gewidmet. An diesem Tag stehen Menschen mit Diabetes weltweit im Mittelpunkt [...also im Weg], Kinder und Jugendliche, ebenso wie Erwachsene. Für uns eine Selbstverständlichkeit [ist das so?], zugleich aber auch ein schöner Anlass Ihnen zu zeigen, dass Sie uns wichtig sind. Sie haben sich für die Teilnahme am Besser-Leben-Programm (DMP) für Diabetes entschieden [hieß das nicht früher Disease management program?] Eine gute Wahl, dafür vielen Dank [biddeschön].
Wir möchten Ihnen heute etwas schnken: ein Exemplar des hochwertigen Diabetes-Journals [och, und ich dacht, ein CGMS, aber okay]. Es bietet aktuelle und nützliche Informationen rund um den Diabetes. Das Diabetes-Journal ist das offizielle Organ des Deutschen Diabetes-Bundes, einer bundesweiten Selbsthilfeorganisation, und der Deutschen Diabetes-Union e.V, einem Dachverband aus Ärzten und Diabetikern und integriert in unserem Netzwerk von Helfern.
[...]
Mit freundlicchen Grüßen
Ihre
Barmer GEK"
Blätttere ich nun durch dieses hochwertige Journal, das normalerweise für 3,80 Silberlinge den Besitzer wechselt, so fällt mir durchaus das hochwertige Papier und der hochwertige Druck auf, sorgsam drapiert von allerlei hochwertiger ganzseitiger Werbung. Unter anderem für das sicherlich hochwertige Buch "Macht und Magie heimischer Heilpflanzen" und schon beginnt die Magie des Buches durch das Bild zu mir zu sprechen und mir wird klar, wo das Geld, das man vielleicht in Mitarbeiterschulungen oder CGMS für diabetische Patienten hätte investieren können, zu einer hochwertigeren Verwendung gekommen ist.
Meine Krankenkasse denkt an mich... Ist es nicht schön? Ja, ist es nicht.
Anja